Nachfolgereglung in Unternehmen

Ein zentrales Thema auch im Landkreis Meißen

In den nächsten zehn Jahren werden in Deutschland über 150.000 Unternehmer das Thema Nachfolge anpacken müssen. Mehr als 30 Prozent der deutschen Unternehmen werden nach Ausscheiden des Inhabers von einem familienexternen Nachfolger fortgeführt – Tendenz steigend. Die Möglichkeiten,die Nachfolge auch außerhalb der eigenen Familie zu regeln, sind vielfältiger denn je.

Zum Unternehmerdialog „Unternehmensnachfolge - Unternehmensverkauf an Finanzinvestoren und Wettbewerber“ am 26.04.2017 in Großenhain gingen die Gäste gemeinsam den zentralen Fragen auf den Grund. Wie finde ich einen passenden externen Nachfolger und Käufer? Welcher Investorentyp ist für mich und mein Unternehmen am besten geeignet? Und: Welche Erwartungen haben Investoren an mich und mein Unternehmen?

Eingeladen hatten das Regionalbüro Riesa der IHK Dresden, die Kreishandwerkerschaft Region Meißen und die Volksbank Raiffeisenbank Meißen Großenhain eG. Frau Peggy Strehle von der ortsansässigen IHK präsentierte zunächst die aktuellen Ergebnisse und Statistiken aus dem Landkreis Meißen. Demnach müssen sich rund 25 % der Unternehmen im Landkreis in absehbarer Zukunft mit der Unternehmensnachfolge beschäftigen.

In sehr vielen Fällen gibt es keine Nachfolger aus der eigenen Familie und die Veräußerung des Unternehmens tritt in den Vordergrund. Neben einem Management-Buy-out, also dem Unternehmensverkauf an das eigene Management, oder einem Management-Buy-in, bei dem sich ein externes Management ins Unternehmen einkauft, kommen auch strategische Investoren, Family Offices oder Finanzinvestoren als potenzielle Käufer infrage. Welche Einflussfaktoren es für die ökonomische Attraktivität des Unternehmens gegenüber Investoren zu beachten gilt, erklärte Stefan Benzing, Direktor der VR Corporate Finance GmbH. Zum Abschluss stellte Mathias Krätzer von der DZ Bank AG Finanzierungsmöglichkeiten für potentielle Käufer vor.